Faktencheck

dpa-Faktencheck

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Kernkritik

Eine Nachrichtenagentur, deren Mehrheitsstruktur auf Mediengesellschafter und öffentlich-rechtliche Anstalten zurückgeht, prüft die Aussagen derselben Sphäre. Häring kritisiert die selten thematisierte Interessenkollision zwischen Trägerschaft und Prüf-Funktion.

Hintergrund

Der dpa-Faktencheck ist die seit 2017 ausgebaute Faktencheck-Sparte der Deutschen Presse-Agentur. Strukturell ist die dpa eine Genossenschaft, an der nahezu alle größeren deutschen Verlage und über Beteiligungen auch öffentlich-rechtliche Anstalten beteiligt sind — eine in dieser Form ungewöhnliche Mischträgerschaft, die im redaktionellen Auftritt selten sichtbar wird.

Häring nähert sich dem dpa-Faktencheck nicht über einzelne Faktenchecks, sondern über die strukturelle Frage: Eine Nachrichtenagentur, deren Mehrheitsstruktur auf Mediengesellschafter und öffentlich-rechtliche Anstalten zurückgeht, prüft Aussagen, die häufig genau aus dieser Sphäre stammen oder ihr widersprechen. Die unter dpa-Kennung verbreitete Bewertung erscheint anschließend in Hunderten Redaktionen — eine Interessenkollision zwischen Träger und Prüfer, die in der Berichterstattung selbst kaum ausgewiesen wird.

Anders als bei kleineren Faktencheck-Stellen liegt die Reichweite hier nicht im Direkt-Publikum, sondern im Multiplikator-Effekt: Was als „dpa-Faktencheck” markiert ist, wird in der Folge zur Standard-Lesart einer Vielzahl von Medienprodukten.

Stellungnahme

Die dpa verweist auf ihre Faktencheck-Methodik und auf das IFCN-Code-of-Principles-Verfahren als externen Prüfrahmen.

Quellen

  1. Norbert Häring — dpa-Faktencheck — norberthaering.de
  2. Der Wahrheitskomplex (Kapitel 2) — Westend Verlag, 2026

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